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Im September ist in Frankfurt wieder Festivalzeit für klein und groß. Den Anfang macht vom 5. bis zum 12. September die 33. Ausgabe des internationalen Kinderfilmfestival LUCAS. Im Wettbewerb laufen 9 Lang- und 18 Kurzfilme. Außerdem präsentiert das Festival ein Panorama bedeutender Kinder- und Jugendfilme mit dem Schwerpunkt Probleme des Erwachsenwerdens. Darunter sind auch einige frühere LUCAS-Gewinner. Viel Spaß verspricht zum Beispiel der Film Panique au Village von Stéphane Aubier und Vincent Patar, der als Deutschlandpremiere bei Lucas gezeigt wird. Für den Film wurden Plastikfigürchen aus dem Kinderzimmer per Stop-Motion-Animation zum Leben erweckt und erleben aberwitzige Abenteuer. Veranstaltungsorte von LUCAS sind diesmal das Cinestar Metropolis und das Filmforum Höchst, da das Deutsche Filmmuseum derzeit umgebaut wird. ----------------------------------------------------- Den Gewinnerfilm aus dem LUCAS-Wettbewerb gibt es dann auch beim zweiten Festival dieses Septembers zu sehen: Das Best Of Film Festival präsentiert im Rahmen des eDIT 13. Filmmaker's Festivals vom 25. bis 30. September das Beste von vielen bedeutenden internationalen Festivals. Es bringt Filme nach Frankfurt, die in Deutschland nicht, noch nicht oder nur kurz im Kino zu sehen waren aber ein größeres Publikum verdienen. Das Spektrum reicht von Kurzfilmprogrammen der Festivals aus Clermont-Ferrand (Frankreich), Ottawa (Kanada) oder Kassel (Nordhessen) bis zu spannenden Langfilmen. Mit dabei ist beispielsweise My Suicide von David Lee Miller, der bei der Berlinale 2009 den gläsernen Bären für den besten Jugendfilm erhielt. Im Stil einer selbstgedrehten Videodokumentation erzählt der Film von der häufigsten Todesursache bei Jugendlichen und wie die amerikanische Gesellschaft darauf reagiert. Zwei Wochen vor dem Bundesstart wird außerdem Lebanon gezeigt. Der Film von Samuel Maoz zeigt einen Kampfeinsatz im Libanonkrieg Anfang der Achtziger Jahre aus der Sicht einer israelischen Panzerbesatzung. Nur durch Luken und Kameras sieht der Zuschauer, wie die eingesperrten Soldaten gleichzeitig Opfern und Täter werden. Der atemlose Film wurde in Venedig mit dem goldenen Löwen ausgezeichnet. Spielstätte des Best Of Film Festivals sind dieses Jahr die E-Kinos an der Hauptwache. ----------------------------------------------------- Mehr zu den beiden Festivals gibt es auch in unserer Sendung: XINEMASCOPE - Das Kinomagazin auf Radio X: Ab September jeden Donnerstag schon ab 19 Uhr (Wdhl. Freitag 9-10 Uhr). ----------------------------------------------------- Auf dem Best of Film Festival ist auch unser Xinemascope-Tipp vom Mai noch mal auf der Leinwand zu sehen: DAVID WANTS TO FLY ein Film von David Sieveking
Dokumentarfilme nehmen uns auf Entdeckungsreisen mit. Besonders spannend wird es, wenn der Filmemacher sein Publikum nicht nur an seinen Entdeckungen teilhaben lässt, sondern auch zeigt welchen Einfluss diese auf ihn selber haben. Für David Sieveking, der gerade die Filmhochschule absolviert hat, begann eine solche Reise mit dem Wunsch seinen Lieblings-Regisseur David Lynch einmal persönlich zu treffen. Beim Treffen weckt Lynch das Interesse an der Transzendentalen Meditation (TM), aus der er seine Kraft und Inspiration zieht. Sieveking ist begeistert und erlernt diese Meditationstechnik. Er will mehr erfahren über TM-Erfinder Guru Maharishi Mahesh Yogi und seine Organisation. Schließlich ist nicht nur David Lynch Anhänger von TM. Auch Mia Farrow, Clint Eastwood und die Beatles waren schon bei dem Guru. Im Film „David Wants To Fly“ erzählt Sieveking von seinem Weg von den USA nach Indien und zurück zum Berliner Teufelsberg. Eine Reise – amüsant und erschreckend zugleich - bei der Sieveking wie die yogischen Flieger, die laut TM den Weltfrieden bringen sollen, immer wieder auf den Boden der Tatsachen landet. DAVID WANTS TO FLY läuft am Mittwoch, 29.09. um 19 Uhr im Elyssee 2. |
Momentan sind keine Sonder-sendungen geplant.
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